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Meine Gedichte

Im Stil des Menschen Eugen Roth,
weil er vielleicht auch das geschrieben hätte:

pilzdoppel

Parasoldoppel

Corona-Zeiten

Ein Mensch in der Corona-Zeit,
Denkt nach – und sich des Lebens freut.

Das mag sehr ungewöhnlich klingen,
Wie mag er wohl den Tag verbringen,

Der von Beschränkung ist beschieden,
Viel ist dem Menschen nicht geblieben,

Was er sonst gerne tut und mag,
Hier hat der Staat es ihm versagt,

Zu seinem Schutz und dem der andern,
Deshalb bleibt ihm nur noch das Wandern.

So zieht es ihn mit seinem Hund,
Hinaus wo’s Herbstlaub welk und bunt.

Hinauf, hinab auf Weinbergs Höhn,
Wo noch die letzten Trauben steh‘n.

trauben

Am Himmel hoch der Vogelzug,
Die frische Luft, die tut ihm gut.

So wandert er tagaus tagein,
Durch seine Welt, doch nicht allein.

 

 

Vier Pfoten sind an seiner Seite,
Sein Setter-Weibchen ihn begleitend.

Beauty

Und später dann am Nachmittag,
Er sich mit Speer und Kugel plagt,

Auf seinem Sportplatz, in der Au‘,
Auch wenn der Herbsttag trüb und grau.

So kehrt er dann am Abend heim,
Er war den ganzen Tag allein.

Der einzige Kontakt, sein Hund,
Speer, Kugel - und das Laub so bunt.

So lebt in der Corona Zeit,
Der Mensch ganz unbeschwert und frei.

So schützt er sich und alle andern,
Treibt trotzdem Sport, geht fröhlich wandern.

Am Wegesrand

Ein Mensch, man weiß nicht, wer er war,
Hat einen Stein hübsch bunt bemalt.
Und ihn am Wegrand abgelegt,
Weshalb? Warum? Ist nicht belegt.

Wer dort vorbeigeht, sieht den Stein.
Was mochte das Motiv wohl sein?
Dass jener Mensch an diese Stelle,
Den Stein gelegt hat, auf die Schnelle.

Hat sich der Mensch dabei gedacht,
Dass er den Menschen Freude macht?
Die diesen Stein dort liegen sehen,
Wenn sie an ihm vorüber gehen?

Wahrscheinlich wird es so wohl sein,
Der Grund, dass dieser bunte Stein,
Am Wegesrand soll liegen bleiben,
Den Menschen einzuladen, zu verweilen.

Nicht unwahrscheinlich ist es auch,
Dass es am 1. Mai so Brauch,
Mit bunt bemalten kleinen Steinen,
Den Wonnemonat einzuweihen.

 

 

 

Zeit – Uhr

Ein Mensch betritt, wohlwissend oder nicht
Zur Stunde null die Welt, so wie sie ist.

Zu dieser Zeit hat er schon alles,
Was er so braucht im Fall des Falles.
Nur eines hat der Wicht noch nicht,
Was er jedoch auch nicht vermisst.

Weil seine Eltern ihn umsorgen.
Und dennoch denkt man schon an morgen.

Dann wird er sicher wissen wollen,
Was ihm die Uhren schlagen sollen.

Der Chronometer gibt es viele,
Da fällt die Auswahl schwer, mein Lieber.
Das ist der Grund weshalb ich Dir,
Heut Nachmittag, so um halb vier,
Das Zeitgerät erstanden habe,
Und es als kleine Freundschaftsgabe,
An Deinem schönen Ehrentage,
ganz selbstlos übereignet habe.

(Geburtstagsgeschenk für meinen Freund Prof. Dr. Stefan Sell)

Regierungswechsel

Ein Mensch, ein Mensch und noch ein Mensch,
Drei Menschen die ein jeder kennt.
Ein vierter Mensch kommt noch hinzu,
Der sieht fast aus wie Ich und Du.

Die Farben Rot und Gelb und Grün,
Sie mutig in den Wahlkampf zieh‘n.

Dann ist da noch ein fünfter Mensch,
Den ebenfalls ein jeder kennt.
Die Seele schwarz, die Weste weiß,
Ein Mensch, der Armin Laschet heißt.

Sie zogen aus und auch von hinnen,
Die Bundestags-Wahl zu gewinnen.
Hauchdünn der Mensch in Rot gewann,
Der Schwarze kam als Zweiter an.

Der Mensch in Gelb und auch in Grün,
Kann nun die rote - oder auch die schwarze - Karte zieh’n,
Und somit allen Menschen sagen,
Wir wollen jetzt Regierung wagen.

Und die Moral von der Geschicht,
Wer wählen geht, wählt ein Gesicht,
Ob er dafür, das ist die Frage,
Auch Qualität erhält, in dieser Lage,
Und ob der Mensch, dort an der Spitze,
Regiert, was dann dem Wähler nütze.
Das alles wird die Zukunft bringen,
Wenn die Parteien mit sich ringen.