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Meine Gedichte

Im Stil des Menschen Eugen Roth,
weil er vielleicht auch das geschrieben hätte:

Kugelstoßen im Juni

„Kugeln“ im Dezember

Ein Mensch stößt Kugel im Dezember,
Auf seiner Wiese vor dem Haus.
Da kommt vorbei, ein Mensch, ein Fremder:
„Bei dieser Kälte gehst Du raus!“

Der Mensch, der Kugel stößt, spricht leise:
„Ach weißt Du, das ist meine Weise,
Mich fit zu halten auch im Winter.

Denn Andre sitzen auf dem Hintern,
In warmen Stuben auf dem Sofa.
Doch ich bin Sportler, noch kein Opa.

Trotz meiner vielen Lebensjahre,
Ist mir mein Körper viel zu schade,
Sich nur dem Nichtstun hinzugeben.
Mein Sport macht Freude, ist mein Leben.“

 

 

 

Altersgedanken

Ein Mensch erreicht ein hohes Alter,
Er selbst hätte es kaum gedacht,
Konnte die Jugend sich bewahren
 Und hat es richtig weit gebracht.

Der Mensch fühlt sich, wie man so sagt,
Im Kern des Lebens, und er fragt:

War das schon alles? Was wird sein?
Erleb ich noch der Sonne Schein,
Des Mondes Leuchten, Wolken, Regen,
Den Schneefall und des Frühlings Beben?
Werd ich gesund und fröhlich bleiben?
Mich an den Widersprüchen reiben,
Die diese Welt mir ständig liefert?
Dring ein in manch Geheimnis - tiefer?

Der Mensch nach all den Fragen fragt,
Und dennoch sich am Ende sagt:

Soll ich mir noch Gedanken machen,
Um all die ungeklärten Sachen,
Die früher vielleicht wichtig waren,
Doch heut als ungeklärte Fragen
In seinem Alter nicht mehr wichtig?

Der Mensch, für ihn, ist nunmehr richtig,
Was jetzt und heute noch geschieht.
Das nimmt er auf, er denkt und sieht:

Weil alles seinen Lauf doch nimmt,
Wo er nur selten mitbestimmt,
Was seinen Lebenslauf verwaltet.
Darum beschließt er und gestaltet,
Als Mensch nur noch den Rest des Lebens
Mit Zuversicht und seinem Wesen
In freier Unabhängigkeit,
Bis an das Ende seiner Zeit.

Ärztlicher Rat

Ein Mensch, gesund, doch alt an Jahren,
Ist für Bewegung stets zu haben.
Streift mit dem Hund durch Wald und Flur
Pro Tag 10 Kilometer nur.

Treibt Sport seit über sechs Dekaden
Ernährt sich so, wie’s Ärzte raten.
Kurzum, der Mensch ist kerngesund,
Und das tut auch sein Hausarzt kund.

 

 

 

 

Der jährlich ihn auf Herz und Nieren,
Geprüft und stets ok geschrieben.

Der Mensch wird schließlich überredet,
Von einem andren Arztkollegen,
Sich einmal durchzuchecken lassen,
Ein großes Blutbild käm‘ zupasse.

Dann das Ergebnis, welch ein Schreck,
Der Mensch – sein Optimismus weg.
Da mangle es an Vitaminen,
D und B 12 steht dort geschrieben.

Und außerdem fehlt ganz bestimmt,
Magnesium, Calcium und – geschwind,
Wird im Bericht noch festgehalten,
Dass alles könne man erhalten,
Durch gute Mittel auf Rezept,
In Apotheken und im WEB.

Und außerdem sei ihm empfohlen,
Den Bluttest noch zu wiederholen,
Um in 12 Wochen festzustellen,
Ob sich die Werte schon erhellen.

Der Mensch zu seinem Hausarzt geht,
Und fragt, ob er das jetzt versteht,
Was der Kollege da geschrieben.
Der hat die Augen sich gerieben,
Den Kopf geschüttelt und geschrieben,

Dass alles das nicht wahr sein kann.
Dann sprach er wie von Mann zu Mann,
Dass ihm nichts fehle, dem Patienten,
Hier geht’s ums Geld und um Klienten,

Drum mag er sich nicht weiter sorgen,
Denn so gesund wie heut und morgen,
Wird er noch viele Jahre sein,
Denn was ihm fehle, sei nur Schein.