Startseite Persönlich Gedichte Aphorismen Fotos Sport

Meine Gedichte

Im Stil des Menschen Eugen Roth,
weil er vielleicht auch das geschrieben hätte:

schwäne_sppl

Zwei "Zuschauer" auf meinem Wurf-Sportplatz

Sicher ist sicher – bei der Post

Ein Mensch bepackt zur Weihnachtszeit
Ein Postpaket, so gut so weit.
Als Inhalt wählt er warme Sachen,
Die seinen Enkeln Freude machen.

Auch was zum Naschen und zum Lesen,
Wird ausgewählt – hineingegeben,
In das Paket, das schließlich voll,
Auf seine Reise gehen soll.

Der Reiseweg per Post ist nur,
Per Rad eine Zwei-Tage-Tour.

Der Mensch jedoch, er denkt voraus
Und malt sich schließlich selber aus,
Dass in der Vor- und Weihnachtszeit,
Der Postweg länger ist und weit.

So bringt der Mensch weit vor dem Fest,
Das Postpaket zur Post und setzt,
Auf deren Zuverlässigkeit,
Beim Expedieren deutschlandweit.

 

 

Nach ein paar kurzen langen Tagen,
Erlaubt der Mensch sich nachzufragen,
Ob das Paket wohl angekommen? -
Der andre Mensch hat nichts bekommen.

So fragt der Mensch, der es versandte,
Beim Postamt nach und das bekannte,
Es sei im Postlauf schon erfasst
Deshalb der Mensch sei ohne Hast.

Und dieser hat es wohl vernommen.
Ob es schon morgen angekommen?
Ein Anruf dann am nächsten Morgen:
Der Mensch, er machte doch sich Sorgen,

Ob nun nach sieben langen Tagen,
Mit einem postgelb großen Wagen,
Das Postpaket sei angekommen?
Er hatte nur ein Nein vernommen.

Der Mensch zurück zum Postamt geht,
Und sagt, dass er das nicht versteht,
Dass nun nach fast zweihundert Stunden,
Das Postpaket sei wohl verschwunden.

Der Postmann ist ein Mensch, ein guter,
Er schaut sofort in den Computer,
Der ihm den Sachstand zeigen kann,
Kommt das Paket noch an und wann?

Und dann die Auskunft, die er hasst:
Im Postlauf sei es noch erfasst,

Der Mensch dar ob ist unzufrieden.
Zum Mond kann er viel schneller fliegen,
Als so ein simples Postpaket,
Auf seinen kurzen Postweg geht.

Der Mensch entscheidet sich verzweifelt,
Packt noch einmal, die gleichen Teilchen,
Damit sie noch zu rechten Zeiten,
Die lieben Enkelchen erreichen.

Und siehe da, am nächsten Tag,
Der frohe Anruf: Es ist da.

 

 

Dann, vierzehn Tage nach dem Tag,
Als er das Postpaket aufgab,
Der Anruf freudig des Empfängers,
Es sei gekommen, unverändert.

Nun die Moral von der Geschicht‘
Schickst Du Pakete, glaube nicht,
Dass immer sie ihr Ziel erreichen,
Zur rechten Zeit, stell deshalb Weichen,
Pack zweimal gleich das Gleiche ein,
Dann kannst Du sicher sicher sein,
Dass eins von beiden beim Empfänger,
Das andre dann kann dauern – länger.

Drei Veilchen


Drei Veilchen stehn am Wegesrain,
Im Frühlingsmorgen-Sonnenschein.

Das linke wünscht Dir allzeit Glück,
Das rechte Deine Frau zurück.
Das Veilchen in der Mitte,

An dich, oh Mensch, die Bitte:
Pflück uns nicht ab, lass hier uns stehn,
Auch andre Menschen solln uns sehn.