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Meine Aphorismen

Nur wer die Unbegreiflichkeit des Universums versteht, begreift auch Vergangenheit und Zukunft. Aber wer versteht das schon?

Balou

*Die letzte Stunde meines besten Freundes Balou

01. Jan. 2005 - 24. Dez. 2016, 11.00 Uhr

 

259. Die Achtung des Einzelnen vor den Grundwerten Freiheit und Würde aller Menschen ist die Voraussetzung für eine humane Gesellschaft.

260. Das Bekenntnis zu Freiheit und Menschenwürde ist nur dann von Wert, wenn der Einzelne auch bereit ist, sich gegen seine Bedrohungen zur Wehr zu setzen.

261. „Gott sei Dank“ oder dem „Schicksal sei Dank“, ist ein oft gehörter Ausspruch zu Ereignissen, die statt der erwarteten oder befürchteten negativen Auswirkungen - sagen wir es so – glimpflich ausgegangen sind. Man hat auch „Glück gehabt“ oder was man auch sonst noch so sagt, wenn etwas auf die eigene Person oder Gruppe bezogen, „glimpflich“ ausgegangen ist.
Genauer betrachtet, ist „Gott sei Dank“ oder dem „Schicksal sei Dank“ kein zielführender Ausspruch, geschweige denn eine konkrete „Danksagung“.
Dank kann nur dem gesagt werden, der etwas getan, gegeben hat, wofür Dank gebührt. Es muss sich also um eine Person oder Gruppe – in welcher Form und Organisation auch immer – handeln.
Der Atheist, der Gott nicht als existentes Wesen anerkennt und auch nicht das Schicksal, dem das Wesensmerkmal des Konkreten fehlt, wird einen derartigen Ausspruch wohl aus seinem Wortschatz streichen.
Deshalb ist eine Aussage jener eingangs dargestellten Art demjenigen vorbehalten, der glaubt. Sie entzieht sich wegen ihrer Transzendenz dem Anspruch an die anzuerkennende Realität. Weder Gott noch das Schicksal sind real und damit ausschließlich eine Frage des Glaubens und nicht des Wissens.
Unter diesem Aspekt ist auch Immanuel Kants Schlusswort zu „Kritik der praktischen Vernunft“ zu verstehen:
Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Beide darf ich nicht als in Dunkelheit verhüllt oder im Überschwänglichen, außer meinem Gesichtskreise suchen und bloß vermuten; ich sehe sie vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewusstsein meiner Existenz.“

262. Die Vergangenheit eines Menschen ist deshalb eine unendliche Geschichte, weil sie in der Gegenwart weitergeht und in ihrer Unendlichkeit bis an das Ende aller Zukunft reicht.

263. Der Terror der Gegenwart wurde bereits in der Vergangenheit geboren, weil es politisch versäumt wurde eine gestalterische Kraft zu entwickeln, die den Menschen unterschiedlichen Glaubens und Willens eine Zukunftsperspektive gibt.

264. Religiöser Fanatismus und demokratiefeindlicher Machtanspruch sind zutiefst menschenverachtend und daher ungeeignet, der Gegenwart eine Zukunftsperspektive zu geben.

265. Wer sich mit unerlaubten Mitteln im Sport Vorteile zu verschaffen sucht, für den darf es keinen Platz auf dem sportlichen Ehrenfeld in der Gegenwart und in der Zukunft geben.

266. Der Philosoph denkt emotional und formuliert rational und erreicht damit ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit.

267. *Der Tod eines geliebten Hundes ist ein lang anhaltender Schmerz, der erst im Laufe der Zeit der Erkenntnis weicht, dass er über die Regenbogenbrücke gehen musste. Ein Weg den wir alle noch vor uns haben.

 

 

 

 

 

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